Fragen und Antworten zu Co-Investment und MatchEstate | FAQ
Häufig gestellte Fragen
Von den Grundlagen des Immobilien-Co-Investments bis zur Rolle von MatchEstate: Matching, Deal-Fit, Nutzer-Deals, Verifizierung, Dealräume, Monetarisierung und Pilotphase.
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Co-Investment Grundlagen
Es gibt vier gängige Wege:
Eigenes Netzwerk – Familie, Freunde, Kollegen. Naheliegend, aber begrenzt und emotional aufgeladen.
Berufliche Netzwerke – Stammtische, Verbände, LinkedIn. Größere Reichweite, dafür unstrukturiert.
Veranstaltungen und Meetups – guter erster Eindruck, aber wenig belastbare Informationen.
Spezialisierte Plattformen – führen Investoren nach vorher definierten Kriterien zusammen.
Entscheidend ist weniger der Kanal als die Vorarbeit. Wer für sich vorab Strategie, Budgetrahmen, Risikobereitschaft, Region und gewünschte Rolle festlegt, erkennt schnell, ob ein Kontakt überhaupt passt. Ohne diese Klarheit führen auch viele Gespräche selten zu einer tragfähigen Partnerschaft.
Person – Wie verlässlich kommuniziert sie? Hält sie Zusagen ein? Geht sie offen mit unangenehmen Themen um?
Kompetenz – Wie viele Jahre Erfahrung, wie viele Investments, welches Volumen? Gab es bereits Verkäufe und Erfahrung mit gemeinsamen Deals?
Zahlen – Kann das zugesagte Eigenkapital tatsächlich eingebracht werden, auch wenn eine Nachfinanzierung nötig wird?
Dazu kommen die Erwartungen: Strategie, Haltedauer, Renditeziel, Zeiteinsatz und Rollenverteilung sollten vor dem ersten gemeinsamen Objekt geklärt sein.
Warnsignale sind vage oder wechselnde Angaben, Druck zu schnellen Entscheidungen und die Weigerung, Vereinbarungen schriftlich festzuhalten.
Rechtlich gibt es in Deutschland keine feste Obergrenze. Mehrere Personen können gemeinsam als Eigentümer im Grundbuch stehen, etwa als Gesellschaft bürgerlichen Rechts (GbR) oder als Bruchteilsgemeinschaft.
Praktisch wird es ab etwa vier bis fünf Beteiligten deutlich aufwendiger: Jede Entscheidung braucht Abstimmung, Banken prüfen die Bonität aller Beteiligten und der Verwaltungsaufwand steigt spürbar. Bei größeren Gruppen wird deshalb häufig eine Gesellschaft wie eine GmbH oder GmbH & Co. KG gewählt, in der die Anteile gebündelt sind.
Welche Konstruktion in eurem Fall sinnvoll ist, hängt von Haftung, Steuern und Zielen ab und sollte mit Steuerberater und Rechtsanwalt geklärt werden. Einen Überblick gibt der Ratgeber GbR für Immobilien gründen.
Ja, das ist rechtlich ohne Weiteres möglich und in der Praxis verbreitet. Ein Verwandtschafts- oder Bekanntschaftsverhältnis ist keine Voraussetzung.
Wichtiger als die persönliche Vorgeschichte ist eine belastbare vertragliche Grundlage: Anteile, Einlagen, Stimmrechte, Aufgabenverteilung, Nachschusspflichten und Ausstiegsregeln sollten schriftlich festgehalten und anwaltlich geprüft werden.
Bei Partnern ohne gemeinsame Historie ist die sorgfältige Prüfung von Erfahrung, Kapitalstärke und Erwartungen besonders wichtig, weil Vertrauen hier noch nicht aus früheren Projekten stammt. Details im Ratgeber Immobilien Co-Investment Vertrag.
Ein Co-Investment löst vor allem drei Engpässe:
Kapital bündeln – gemeinsam sind Objekte erreichbar, die allein nicht finanzierbar wären.
Risiko streuen – statt das gesamte Eigenkapital in ein Objekt zu binden, lässt es sich auf mehrere Vorhaben verteilen.
Kompetenzen kombinieren – wer Kapital einbringt, profitiert von der Erfahrung eines Partners in Ankauf, Sanierung oder Verwaltung, und umgekehrt.
Dem stehen echte Nachteile gegenüber: geteilte Kontrolle, Abstimmungsaufwand und die Abhängigkeit von der Zuverlässigkeit der anderen. Ein Co-Investment lohnt sich dann, wenn die Partner sich fachlich ergänzen und in Strategie und Erwartungen übereinstimmen.
Wie sich Co-Investment von Crowdinvesting und Club Deals unterscheidet, erklärt der Vergleich der drei Modelle.
Am häufigsten richtet sich die Verteilung nach dem eingebrachten Kapital: Wer 60 Prozent des Eigenkapitals stellt, hält 60 Prozent der Anteile.
Verbreitet ist auch, Arbeitsleistung zu berücksichtigen, etwa wenn ein Partner Objektsuche, Sanierungssteuerung oder Verwaltung übernimmt. Diese Leistung wird bewertet und auf die Anteile angerechnet.
Wichtig ist, vier Dinge getrennt zu regeln, denn sie müssen nicht identisch sein:
Kapitalanteile
Gewinnverteilung
Verteilung laufender Kosten und Verluste
Stimmrechte bei Entscheidungen
Die konkrete Ausgestaltung gehört in den Gesellschaftsvertrag und sollte steuerlich und rechtlich begleitet werden. Zu den steuerlichen Folgen: Immobilien Co-Investment & Steuern.
Das hängt vollständig davon ab, was ihr vorab vereinbart habt. Ohne Ausstiegsregel wird die Trennung meist langwierig, weil weder Bewertung noch Auszahlung geklärt sind und im schlimmsten Fall das gesamte Investment blockiert ist.
Übliche Regelungen im Vertrag sind:
eine Mindesthaltedauer
ein Vorkaufsrecht der übrigen Gesellschafter
eine festgelegte Bewertungsmethode für den Anteil
Auszahlungsfristen oder Ratenzahlung
Sonderregeln für Todesfall und Zahlungsunfähigkeit
Diese Klauseln gehören zu den wichtigsten im gesamten Vertrag und sollten vor dem Kauf festgelegt werden, nicht wenn der Konflikt bereits da ist. Warum das so häufig schiefgeht, zeigt Warum Immobilienpartnerschaften scheitern.
Über MatchEstate
MatchEstate ist eine digitale Kontakt- und Kooperationsplattform für Immobilien-Co-Investments. Wir bringen Immobilieninvestoren anhand ihrer Strategie, ihres Budgets, ihrer Ziele und weiterer Kriterien zusammen. Deals werden von den Nutzern selbst eingestellt. MatchEstate erstellt keine eigenen Investmentangebote, gibt keine Anlageempfehlungen und wird nicht Vertragspartei eines Deals.
Ein Match verbindet dich mit einem anderen Investor, dessen Profil zu deinem passt: Strategie, Budget, Risikoprofil und weitere Kriterien. Der Score zeigt als Passungs-Einschätzung, wie gut ihr zusammenpasst. Erst wenn ihr beide das Match bestätigt, öffnet sich der Chat.
Ein Deal ist ein konkretes Immobilienvorhaben, das von einem Nutzer selbst eingestellt wird, weil er investieren möchte und dafür Mitinvestoren sucht. Der einstellende Nutzer bleibt als Ersteller Teil des Vorhabens. Andere können über ein Match oder eine Interessensbekundung dazukommen.
MatchEstate erstellt oder akquiriert keine eigenen Deals. Die Angaben zum Deal stammen vom jeweiligen Nutzer. Woher das Objekt stammt, etwa aus einem Immobilienportal, einer Kleinanzeige oder dem eigenen Netzwerk, spielt dabei keine Rolle.
Klassische Netzwerke über WhatsApp oder Excel sind unstrukturiert: Ihr seht nicht, wer eure Gegenüber wirklich sind.
Makler und Vermittler arbeiten provisionsgetrieben und am Objekt orientiert, nicht an der Passung zwischen den Partnern.
MatchEstate gleicht messbare Kriterien ab (Strategie, Risiko, Budget, Erfahrung) und stellt für die weitere Zusammenarbeit strukturierte Dealräume bereit. Eine Bewertung der Objekte oder der Partner findet nicht statt.
In der Pilotphase ist MatchEstate kostenlos. Danach folgt ein Modell aus kostenfreier Basisnutzung, Premium-Mitgliedschaften und einzeln buchbaren Credits für bestimmte Plattformfunktionen. MatchEstate erhält keine Provision auf das Investitionsvolumen oder den wirtschaftlichen Erfolg eines Deals. Die Details des Preismodells werden in der Pilotphase weiter kalibriert.
Rolle & Abgrenzung
Nein. Deals werden ausschließlich von den Nutzern selbst eingestellt. MatchEstate erstellt keine eigenen Immobilienangebote und tritt nicht als Anbieter eines Deals auf.
Die Angaben zu Objekt, Kapitalbedarf, Strategie und weiteren Deal-Merkmalen stammen vom jeweiligen Ersteller. MatchEstate stellt dafür die technische Plattform, Matching-Funktionen und Werkzeuge für die weitere Zusammenarbeit bereit.
Nein. MatchEstate gibt keine Anlageempfehlungen ab. Der Match Score und der Deal-Fit zeigen lediglich, wie stark hinterlegte Merkmale und Kriterien miteinander übereinstimmen.
Ein hoher Deal-Fit bedeutet zum Beispiel, dass Strategie, Budget, Region, Risikoprofil oder weitere Kriterien gut zu deinen Angaben passen. Er ist keine Aussage über Qualität, Wirtschaftlichkeit, Rendite, Sicherheit oder Erfolg eines Investments.
Nein. Die Nutzer entscheiden eigenständig, wie sie ihr gemeinsames Vorhaben rechtlich und wirtschaftlich strukturieren.
Dazu gehören unter anderem Gesellschaftsform, Beteiligungsquote, Finanzierung, Einlagen, Stimmrechte, Governance-Regeln und Verträge. MatchEstate gibt hierfür keine verbindliche Struktur vor. Die konkrete Ausgestaltung sollte bei Bedarf mit Steuerberater, Rechtsanwalt oder Notar geklärt werden.
Nein. MatchEstate wird zu keinem Zeitpunkt Vertragspartei eines Deals oder eines Investmentvehikels.
Die Nutzer prüfen das Vorhaben selbst, treffen ihre Investitionsentscheidung eigenständig und schließen erforderliche Verträge unmittelbar untereinander beziehungsweise über die von ihnen gewählte Gesellschaftsstruktur.
Nein. MatchEstate monetarisiert die Nutzung der Plattform über Credits und Premium-Mitgliedschaften beziehungsweise kostenpflichtige Plattformfunktionen.
MatchEstate erhält keine prozentuale Beteiligung am Kaufpreis, Investitionsvolumen, Eigenkapital oder wirtschaftlichen Erfolg eines Deals. Die Vergütung bezieht sich auf digitale Plattformleistungen.
Nein. Ein Nutzer kann für zusätzliche Sichtbarkeit seines Deals bezahlen – vergleichbar mit einer hervorgehobenen Anzeige auf einem Marktplatz.
Die bezahlte Hervorhebung kann die Platzierung beziehungsweise Sichtbarkeit erhöhen, verändert aber nicht den berechneten Deal-Fit oder Match Score. Bezahlte Sichtbarkeit und inhaltliche Passung bleiben getrennt.
Nein. MatchEstate ist keine Anlage-, Steuer- oder Rechtsberatung, gibt keine Anlageempfehlungen ab und vermittelt keine Finanzinstrumente oder Kapitalanlagen. Die Plattform stellt Kontakte her und unterstützt die Zusammenarbeit mit digitalen Werkzeugen.
Die Prüfung eines Vorhabens, die Investitionsentscheidung sowie rechtliche, steuerliche und finanzielle Fragen liegen bei den Nutzern und sollten bei Bedarf mit den jeweils zuständigen Fachpersonen geklärt werden.
Für Investoren
Private Immobilieninvestoren, Family Offices, Co-Investoren und institutionelle Investoren, die strukturierte Co-Investments in Immobilien suchen. Es gibt keine Mindestinvestitionssumme, den Rahmen definiert ihr selbst in eurem Profil.
Ihr legt ein Profil mit Investmentstrategie, Budgetrahmen, Risikotoleranz, Region, Assetklasse und gewünschter Rolle an. MatchEstate gleicht diese Angaben automatisch mit anderen Profilen und Deals ab und zeigt euch die Kontakte mit der höchsten Passung statt einer vollständigen Liste aller Nutzer.
Der Match Score ist eine Passungs-Einschätzung auf einer Skala von 0 bis 100. Er entsteht aus gewichteten Kriterien wie Strategie, Risikoprofil, Budget, Erfahrung, Region und Haltedauer und macht nachvollziehbar, warum zwei Profile zueinander passen.
Der Score ist keine Empfehlung und keine Aussage über die Qualität eines Investments.
Wenn euch ein Match interessiert, sendet ihr direkt über die Plattform eine Match-Anfrage. Die andere Seite sieht euer verifiziertes Profil und kann annehmen oder ablehnen. Nach beidseitiger Bestätigung läuft die Kommunikation direkt zwischen euch, ohne Vermittler dazwischen.
Für Deal-Partner
Ihr hinterlegt die wesentlichen Eckdaten: Objektart, Region, benötigtes Eigenkapital, Zeitplan und die Art von Partnern, die ihr sucht. MatchEstate zeigt euch anschließend Investoren, deren Profil zu diesen Angaben passt. Kein manuelles Durchsuchen, keine Kaltakquise per E-Mail.
Es gibt keine künstliche Obergrenze. Ihr könnt mit allen Investoren in Kontakt treten, die das Matching als passend einstuft. Das System priorisiert dabei Passung statt Reichweite.
Ja. MatchEstate ist der Ort, um die passenden Partner zu finden. Wie ihr die Zusammenarbeit danach strukturiert, entscheidet ihr selbst. Optional stellt die Plattform digitale Dealräume bereit, um Kommunikation, Dokumente und Abstimmungen an einem Ort zu organisieren.
Pilotphase
Die Pilotphase ist der Start von MatchEstate. Wir entwickeln die Plattform gemeinsam mit einer ausgewählten Gruppe von Investoren und Deal-Anbietern weiter. Die Teilnahme ist kostenlos, jeder kann sich dafür bewerben.
Die Pilotphase ist auf etwa drei bis vier Monate angelegt. In dieser Zeit sammeln wir Feedback, verbessern Funktionen und testen das System mit echten Nutzern. Danach folgt der offizielle Launch.
Ja, das ist ein Kern der Pilotphase. Es gibt regelmäßige Umfragen, eine Feedback-Funktion in der Plattform und direkten Kontakt zum Team. Sag uns, was fehlt, was nervt und was funktioniert.
Sicherheit & Datenschutz
Die Plattform nutzt durchgehende TLS-Verschlüsselung und eine token-basierte Authentifizierung und richtet sich nach der DSGVO. Eure Daten werden nicht an Dritte verkauft oder für Fremdwerbung genutzt. Details stehen in der Datenschutzerklärung.
Die Verifizierung erfolgt mehrstufig: E-Mail, Telefonnummer und LinkedIn-Profil, optional zusätzlich eine Ausweisprüfung und ein Bonitätsnachweis. Aus den bestätigten Kanälen und der Profilvollständigkeit ergibt sich ein Trust Score.
Verifiziert bedeutet: Die jeweilige Angabe wurde bestätigt. Es ist keine Aussage über Seriosität, Bonität oder Eignung einer Person und ersetzt eure eigene Prüfung nicht.
Vollständige Investorenprofile sind ausschließlich nach einem beidseitig bestätigten Match sichtbar. Vorher sehen andere Nutzer nur eine Vorschau ohne konkrete Budgetangaben und ohne persönliche Kontaktdaten.
Ja, jederzeit. Eure Daten werden dann gemäß DSGVO gelöscht, ausgenommen Daten, die aus gesetzlichen Aufbewahrungspflichten gespeichert bleiben müssen. Fragen dazu an support@matchestate.de.
Noch Fragen?
Wenn du deine Frage hier nicht findest, kontaktiere unser Team direkt.